Feeds:
Artikel
Kommentare

Und plötzlich war die Zeit vergangen und fünf Monate Praktikum bei der pro Wirtschaft GT in meiner Heimat Gütersloh gehörten der Vergangenheit an. Fünf Monate, am Anfang dachte ich nicht, dass mir die Zeit so kurzweilig vorkommen würde.

Eine Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Gütersloh ist die pro Wirtschaft GT, okay, und dann unter anderem auch tätig im Bereich Freizeit und Tourismus, naja, Kreis Gütersloh, was hat der schon zu bieten? In meinem Tourismus-Studium in Wilhelmshaven war viel von Gästezahlen, Sehenswürdigkeiten und Alleinstellungsmerkmalen die Rede gewesen – das konnte ich nun gar nicht mit dem Kreis Gütersloh verbinden. Schließlich war ich hier aufgewachsen, wo sind denn hier Touristen?

Ich auf der Baumesse im A2 Forum.

So skeptisch dachte ich vor noch gar nicht allzu langer Zeit. Und nun? Wer hätte gedacht, dass ein 1.000 Kilometer langes Radwanderwegenetz im Kreis Gütersloh besteht? Dass ein aktueller Veranstaltungskalender für den Kreis mehr als 200 Unterhaltungsmöglichkeiten aufzählen kann – für ein Halbjahr? Dass zwei ehemalige Landesgartenschau-Gelände im Kreis bestehen, die auch heute noch für starke Besucherströme sorgen? Schon nach kurzer Zeit waren meine Zweifel an den touristischen Inhalten meines Praktikums also wie weggefegt – der Kreis Gütersloh hat definitiv eine Menge zu bieten.

Einsatz auf der Baumesse

Nach dieser Entdeckung konnte es mit dem Praktikum ja auch nur noch bergauf gehen. Die Arbeit einer Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Bereich Freizeit und Tourismus ist tatsächlich sogar sehr spannend. Ich empfand es, und empfinde dies auch jetzt noch, als eine große Aufgabe, Menschen, gleichwohl Gäste als auch Einwohner, für den Kreis Gütersloh zu begeistern. So erlebte ich bei der Baumesse im Februar im A2-Forum große Überraschungen. Die pro Wirtschaft GT ist dort jedes Jahr mit einem Gemeinschaftsstand des Kreises Gütersloh vertreten und traditionell haben die Gäste die Möglichkeit, an einem Glückrad zu drehen. Eine Frage über den Kreis ist die einzige Hürde zu einem kleinen Präsent. Die rund 30 Fragen schienen mir auf den ersten Blick relativ einfach – bei den ersten drehenden Gästen wurde aber schnell klar, dass dem nicht so war. Klar, wo das Gerry Weber Stadion steht, das ist bekannt. Doch welche Stadt wird auch die „Böckstiegel-Stadt“ genannt? Und wo steht die größte Bierbrauerei des Kreises? Die Antworten – Werther und Langenberg – verblüfften selbst alteingesessene Kreis-Gütersloher immer wieder.

Neben meinem Messe-Einsatz am Glücksrad war ich natürlich auch sehr viel im Büro beschäftigt. Und wieder wurde ich eines Besseren belehrt: Die Arbeit am Schreibtisch kann auch Spaß machen! Ein bedeutender Faktor war natürlich, dass der Tourismus genau die Branche ist, in der ich arbeiten möchte. Ich bekam einen Einblick, wie es ist bei einer „übergeordneten Stelle“ zu arbeiten, denn sehr wichtig bei der pro Wirtschaft GT ist der Kontakt mit den einzelnen Tourismusverantwortlichen der Städte und Gemeinden des Kreises. Der Ablauf der Arbeitsprozesse und auch die Arbeit an verschiedenen Projekten, teils sogar eigenverantwortlich, lehrten mich viel und haben mich, denke ich, sehr gut vorbereitet auf das, was in meinem (Arbeits-)Leben noch kommen mag.

Mitglied im Team

Ebenso wichtig für den nötigen Spaß am Arbeitsplatz während meines Praktikums war aber auch die Arbeitsatmosphäre bei der pro Wirtschaft GT. Heutzutage kann man es als Praktikant einfach nicht mehr als normal und selbstverständlich ansehen, als ein vollwertiges Mitglied im Team aufgenommen zu werden, das ist schon etwas Besonderes. Meine beiden Ansprechpartnerinnen, Carmen und Julia, hatten immer ein offenes Ohr für mich. Dafür, und für die Integration ins Team, bin ich sehr dankbar.

Bedanken möchte ich mich außerdem für die schönen fünf Monate, in denen ich nicht nur mein zukünftiges Berufsfeld, den Kreis Gütersloh und die Menschen des Kreises besser kennen gelernt habe, sondern auch mich selbst. Danke für das Vertrauen, das Ihr mir entgegen gebracht habt und für die Antworten, die Ihr mir auf meine Fragen immer wieder geben konntet.
Und vor allem, danke für die vielen Kekse, Teesorten, Schokoriegel, Weingummi-Tüten und diverse andere Schleckereien, die zusammen vernichtet wurden!!

Liebes proWi-Team!

Das Praktikum bei Euch war super, Ihr leistet tolle Arbeit, und ich bitte Euch: macht weiter so!!
Ich denke gern an die Zeit bei Euch zurück.

Felicitas Menneken

Einmal Gibraltar und zurück…

Keiner kehrt von einer Reise so zurück, wie er weggefahren ist… (G.Green)

Reisebericht: 18 Wochen einer tollen Reise liegen hinter mir. Am 2. August startete ich das erste Mal in Versmold Richtung Kreishaus Gütersloh zum Praktikum bei der pro Wirtschaft GT (kurz:prowi). Diese Strecke fuhr ich seitdem 180 Mal – 90 Mal hin und 90 mal zurück – jeweils 30 Kilometer. Das sind etwa 5400 Kilometer.

Fotoshooting am Dreiländereck (ich stehe links)

Wissen Sie, dass 5400 km die Strecke von Gütersloh bis nach Gibraltar und wieder zurück beträgt? Aber, warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Ich verbracht meine Zeit also nicht im Auto um 5400 km durch ganz Europa bis nach Gibraltar zu fahren, sondern blieb im schönsten Kreis der Welt und lernte meine Heimat aus einem anderen Blickwinkel kennen, dem der Wirtschaftsförderung.

Auf meiner Reise erlebte ich sehr viel und lernte nette und vor allem süße Menschen kennen (unglaublich, wie viele Kekse vertilgt wurden!).

Ich war tierisch aufgeregt an meinem ersten Tag. So eine Reise hatte ich alleine und für eine so lange Zeit noch nie gemacht. Im Sommer diesen Jahres habe ich mein Abitur bestanden und nun sollte ich endlich dem Ernst des Lebens begegnen -> der richtigen Arbeit!

Bei meiner Reise, dem Praktikum bei der prowi, begriff ich schon nach den ersten Streckenabschnitten, dass der Ernst doch gar nicht so ernst ist. Wir hatten viel Spaß bei der Arbeit. Das Team ist engagiert und super drauf, deshalb bin immer gern meine 60 Kilometer am Tag gefahren – egal, ob bei Sonnenschein und Hitze im August oder mit doppeltem Zeitaufwand und Schnee im Dezember.

Meine Aufgaben waren vielseitig und interessant, außerdem wurden auch meine Kreativität und Geduld  :-)   gefordert.

Ich aktualisierte die Internethomepage, schrieb dutzende Motivationstexte für Nordic-Walking-Touren im ganzen Kreisgebiet (Teuto_Navigator), und lernte den Kreis beim Verteilen von Flyern und Plakaten zum ersten Mal richtig kennen (300 km Strecke an 3 Vormittagen).

Bei meiner Weiterreise haben ich bei den Vorbereitungen und der Durchführung des MINT-Mitmach-Tages im September intensiv mitgeholfen.

Meine Hauptinteressen liegen im Tourismus und für dieses Themenfeld hatte ich mich bei der prowi auch beworben. Selbst, wenn sich meine Aufgaben hauptsächlich mit Freizeit und Tourismus beschäftigten, lernte ich alle anderen Bereiche der prowi auch kennen.

Es gab jedoch einen roten Faden, der sich durch mein Reise zog, dies war die Kinderbroschüre. Offizieller Titel: „Auf die Plätze, fertig, los! – Familientipps für Freizeitspaß im Kreis Gütersloh!“ Eine Broschüre, die Kindern und Familien einen Überblick über die Freizeitangebote im Kreis gibt.

Gleich in der ersten Reisewoche startete ich mit diesem Projekt und beendete es in den letzten Tagen. Es begann eine Zeit der Recherche, Planung und Organisation.

Nun kamen wieder viele Zahlen auf mich zu, die meine Zeit prägten. Am wichtigsten waren: 300, 720, 1400! Vielleicht fragen Sie sich jetzt wie diese drei Zahlen, die mich zum Verzweifeln gebracht haben, in Verbindung stehen? Ich werde es Ihnen erklären: Die Einleitungstexte der Broschüre sollten genau 1400 Zeichen haben, die Rubriktexte 720 und die Texte der einzelnen Angebote 300 Zeichen. Trotzdem haben wir, Carmen Müller und ich, es geschafft alle Texte fristgerecht zu verfassen und die 36 Seiten ansprechend zu füllen.

Etliche Kontrollen waren nötig, um zu prüfen, ob denn alle Reiseunterlagen vollständig sind (Fehlerlesen), dabei haben mich meine Mitreisenden unterstützt.

Es hat mir viel Spaß gemacht, und es war großartig, dass mir so viel Vertrauen und Unterstützung entgegen gebracht wurde! Vielen Dank!

Ich werde immer gerne an diese Reise zurückdenken! Und natürlich empfehle ich anderen Weltenbummlern bei der prowi unbedingt einen Stopp einzulegen.

Lara Kehl

Ältere Artikel »

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.